Graupen


Graupen
Große Graupen (auch Raupen) im Kopf haben: sich mit hochliegenden Plänen tragen, große Erwartungen hegen (vgl. ›Grütze‹, ›Rosine‹). Schlesisch ist bezeugt ›Er ist ein richtiger Graupenzähler‹, ein Geizhals; ähnlich ›Erbsenzähler‹ (bei Grimmelshausen), auch ›Kümmelspalter‹, ›Kaffeebohnenzerbeißer‹.
   ›Graupen‹ gab es früher nur in der ›groben‹ Form, ungemahlen, ungeteilt. Sie quollen beim Kochen und kamen so zu ihrem Beinamen: ›Kälberzähne‹ (Ostdeutschland) und ›Gamaskenknäupe‹ (= Gamaschenknöpfe) in Nordeutschland. Im Artland blieb der ursprüngliche Name: ›schilde Gassen‹ = geschälte Gerste.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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  • Graupen — im Kochbeutel Graupen (seit dem 17. Jahrhundert belegt; vermutlich aus dem slawischen krupa für „Graupe, Grütze, Hagelkorn“), auch Gräupchen, Roll oder Kochgerste genannt, sind geschälte, polierte Gersten oder Weizenkörner von halb oder länglich… …   Deutsch Wikipedia

  • Graupen — Graupen, werden meist aus Weizen oder Gerste auf besonderen Mühlen verfertigt. Je mehr Hülfe von dem Kerne oder Marke des Kornes weggenommen wird, desto seiner sind die Graupen. Nürnberg liefert die feinste Sorte, die sogenannten Perlgraupen,… …   Damen Conversations Lexikon

  • Graupen [1] — Graupen, 1) (Hüttenw.), die unter dem gepochten Erze befindlichen größeren Stücke; 2) (Bergb.), Metallkörner, welche sich in lockerem Gestein befinden; 3) die größeren Steine unter dem Kiessand; 4) größere Stücke von Erzen, welche beim Setzen u.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Graupen [2] — Graupen, Bergstadt im Bezirk Teplitz des Kreises Eger (Böhmen), am Erzgebirge; hat Schloß, Steingutfabrik, Strumpfwirkerei, Bergbau auf Zinn, Poch u. Hüttenwerke, Obstbau; 1700 Ew …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Graupen [1] — Graupen, enthülste und entspitzte, durch Schälen, Abreiben, Schleifen und Polieren gerundete Gersten oder Weizenkörner. Oft werden die Körner auch mehrfach zerbrochen und die Bruchstücke zu G. gerundet. Am gangbarsten sind Gerstengraupen (Koch… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Graupen [2] — Graupen, Stadt in Böhmen, Bezirksh. Teplitz, 340 m ü. M., in einer Talschlucht am südlichen Abhang des Erzgebirges, an der Staatsbahnlinie Bodenbach Komotau gelegen, mit Schloßruine, Braunkohlenbergbau, Zinnhütte, Fabriken für Bänder, Wirkwaren… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Graupen — Graupen, enthülste, abgerundete Körner der Gerste oder des Weizens, auf der Graupenmühle dargestellt, dienen als Nahrung zu Suppen und Gemüse. – Zinn G., alter Name für eingesprengte Körner des Zinnerzes, durch Pochen und Waschen aus dem… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Graupen [2] — Graupen, Bergstadt in Böhmen, im Erzgebirge, (1900) 3550 E.; Zinn , Kohlenbergbau, Dachpappenfabrik …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Graupen [1] — Graupen, böhm. Bergstadt im Kreise Eger mit 1900 E., Bergbau auf Zinn; Strumpfweberei …   Herders Conversations-Lexikon

  • Graupen [2] — Graupen, Gersten oder Weizenkörner, durch eine eigene Mühlvorrichtung von den Hülsen befreit; sind sie ganz rund, so heißen sie Perl G …   Herders Conversations-Lexikon

  • Graupen [3] — Graupen, die größeren Steine in dem Kiessande; die Metallkörner in lockerem Gestein; die größeren Stücke in den gepochten Erzen; die Erzstücke, welche beim Sieben auf dem Siebboden zurückbleiben …   Herders Conversations-Lexikon


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