Klapperstorch


Klapperstorch
›Die kleinen Kinder bringt der Klapperstorch‹, ›Der Storch holt die Babies aus dem Teich‹ etc. Von den zahlreichen Kinderbringern, die elterliche Phantasie zur Befriedigung kindlicher Fragelust erfand, ist der Klapperstorch am weitesten bekannt. Am häufigsten trifft man ihn in der Kinder-Folklore selbst, besonders in zahlreichen Kinderreimen, wie z.B.:
   Storch, Storch, guter,
   bring mir einen Bruder!
   Storch, storch, bester,
   bring mir eine Schwester!
Dem norddeutschen Schwerpunkt des Klapperstorchs entspricht die Häufigkeit niederdeutscher Verse wie
   Adebar to Neste,
   bring mi ne lütje Swester.
   Adebar, oder
   bring mi n lütjen Broder!
Oder
   Stork, Stork, Steene,
   mit de lange Beene,
   Hest'n rotes Röcksken an,
   de mi und die en Brörken bringen sall.
Wünscht man keine Kinder mehr, dann ruft man:
   Heilebart, du Langbein,
   lat dik nu nich weder sein.
Aber auch im oberdeutschen Sprachgebiet findet man gelegentlich solche Storchenliedchen, wie z.B. schweizerisch:
   Storch, Storch, heini,
   bring mer au e Chleini!
Wie der Klapperstorch die Kinder bringen soll, dafür gibt es mancherlei Variationen: Häufig reagiert er auf ein Zuckerstückchen, das die Kinder vor's Fenster legen, um ihm den Wunsch nach weiteren Geschwistern kundzutun. Meist erzählt man den Kindern, daß der Storch die Kinder aus dem Brunnen oder einem nahen Gewässer fische und die Mutter ins Bein beiße. Auch unter einem großen Felsen holt er die Kinder hervor. Die artigen Knaben bringt er auf dem Rücken, die bösen im Schnabel.
   In der Welt der Erwachsenen wird das Storchenmärchen nur als reine Scherzfiktion oder als anzügliche Anspielung verstanden, spielt als solche aber schon in volkstümlichen Hochzeitsbräuchen des ausgehenden 19. Jahrhunderts und ebenso noch in der Gegenwart eine Rolle. Im Erzgebirge schnitzte und bemalte man den ›Brautstorch‹ als Hochzeitsgeschenk. Wie bei der Hochzeit die Braut ›unter die Haube‹ kam, so setzte man auch dem jungen Ehemann zuweilen scherzhaft eine Bräutigamsmütze mit dem Motiv vom kinderbringenden Storch auf. In den zwanziger Jahren unternahm der ›Atlas der deutschen Volkskunde‹ (Fragebogen Nr. 16 und 17) eine Umfrage: ›Was erzählt man den Kindern über die Herkunft der kleinen Kinder? Wer holt oder bringt die Kinder von dort?‹ Dabei ergaben sich interessante regionale Verschiedenheiten: Der Storch beherrscht etwa östlich des Weserlaufs ganz Nord- und Mitteldeutschland. Die geographische Verbreitung hängt natürlich auch mit den bevorzugten Nistgebieten des Vogels zusammen, doch wird er selbst in solchen Gegenden als Kinderbringer genannt, wo er gar nicht nistet.
   Nächst dem Klapperstorch wird am häufigsten die Hebamme als Kinderbringerin genannt. Seltener gelten Säugetiere, wie der Fuchs (im Erzgebirge) und der (geschenkebringende) Osterhase als Kinderbringer. Häufiger sind schon Wasservögel. Auf der Insel Rügen und in Pommern bringt der Schwan die kleinen Kinder. Oft ist es so, daß der Schwan nur im Winter die Rolle des Storches übernimmt, wenn die Störche weggezogen sind. In Ostpreußen waren Rabe und Krähe die bevorzugten Kinderbringer. Von den Vögeln, unter denen ganz vereinzelt auch Kuckuck, Kranich und Geier genannt werden, hat das geschlossenste Gebiet die Eule.
   Über die Ablösung des Klapperstorchs durch andere Tiere gibt es auch Schwänke. Ein niederdeutscher Gewährsmann berichtete: »Von't Kinnerbringen is de Klapperstorch jetzt afsett, de Kinner bringt de Uhu. As mien groot Swester hüüt Nacht en Kind krigen dee, heff ik achter de Kamerdöör staan un heff höört, wie se ümmer bölken dee: Uhu, uhuuu Also nehm ich an, dat jetzt de Uhu de Kinner bring'n deit«.
   Als Kinderbringer gelten weiter religiöschristliche Figuren: Gott und Engel oder die Gestalten des Christkinds, des Nikolaus oder Ruprechts, des Weihnachtsmannes usw. In den meisten Walliser Ortschaften wird der ›ermite‹ oder ›Waldbruder‹ als Kinderbringer genannt, was auf den Ermite de Longeborgne bezogen wird. Diesen bekannten Wallfahrtsort pflegen Frauen aufzusuchen, um Kindersegen zu erflehen. In Tirol, Salzburg, Kärnten und Steiermark werden Pate oder Patin als Kinderbringer genannt. Wieder ganz ins Sagenhafte gehen die Berichte aus Schlesien und Sachsen (südlich bis zur Oberpfalz): dort bringt die Kinder vielfach der Wassermann, von dem in diesen Landschaften zahllose Sagen umlaufen. In Oberösterreich, Bayern, im Böhmerwald und Sudetenland, praktisch im ganzen altbayerischen Raum, erzählt man den Kindern von einem ›Weib‹ oder ›wilden Weib‹.
   Die Frage nach dem Kinderbringer ist nicht zu trennen von der nach dem Aufenthaltsort der Ungeborenen. Besonders in West- und Süddeutschland findet sich die Vorstellung eines Kinderbaumes. Dazu gehört der schwäbische Kinderreim:
   Jetzt steig ich auf den Feigenbaum
   und schüttel Buben runter.
   Es fallen etlich tausend rab;
   es ist kein schöner drunter.
In Böhmen läßt man die Knaben von Birn-, die Mädchen von Pflaumenbäumen abstammen. In anderen Ländern wird erzählt, daß die Kinder in Kohlköpfen wachsen (so in England, Belgien und Frankreich). Auch Steine und Höhlen bergen Kinder. In der Schweiz und in Tirol wachsen die Kinder an Felsen, im Steingeröll oder in einem Felsenloch.
   Ganz überwiegend wird aber die Kinderherkunft aus dem Wasser bezeugt: aus Flüssen, Teichen, Quellen, Brunnen, Sümpfen, oder aus dem Meer. Im Schwäbischen heißen solche Orte ›Kindlesbrunnen‹. In vielen Orten Süddeutschlands, aber auch in Oberhessen, im Vogtland und in Niedersachsen sind die Geschlechter auf Buben- und Maidlebrunnen verteilt. Dorfweiher, Mühlen- und Schloßteiche werden anderswo genannt. In den Vierlanden ist die Elbe der Versammlungsort der Ungeborenen. An der Ostseeküste heißt es: ›Du bist ut de Ostsee fischt‹. Z.T. heißt es auch, daß Kinder von Bächen angeschwemmt werden. Oft sind Hebamme und Storch nur die Botengänger vom Kinderteich zur Menschenwohnung. In Tirol holt die Hebamme die Kinder wie Fische mit der Angel; in Hessen holt man sie aus dem Hollenteich. Die Vorstellung vom ursprünglichen Wasseraufenthalt der präexistenten Kinder ist eine weltweit verbreitete Idee.
   Sind die meisten Vorstellungen vom Aufenthaltsort der noch ungeborenen Kinder sehr altertümlich, so gilt dies offenbar nicht für den Klapperstorch als Kinderbringer. Diese Phantasiegestalt ist vielmehr ganz jung. Der Antike und dem Mittelalter war sie unbekannt, und es fehlen sogar über das 19. Jahrhundert zurückgehende Literatur- oder Bildbelege. Literarische Zeugnisse reichen nicht über die Spätromantik zurück. So hat wohl A. von Chamisso als erster ein ›Klapperstorch‹-Gedicht verfaßt:
   Was klappert im Hause so laut? horch, horch!
   Ich glaub', ich glaube, das ist der Storch.
   Das war der Storch. Seid, Kinder, nur still,
   Und hört, was gern ich erzählen euch will
   Er hat auch gebracht ein Brüderlein
   Und hat gebissen Mutter ins Bein.
   Sie liegt nun krank, doch freudig dabei,
   Sie meint, der Schmerz zu ertragen sei.
Besonders durch Hugo Wolfs Vertonung berühmt geworden ist Eduard Mörikes humorvolle ›Storchenbotschaft‹, wonach dem erstaunten Schäfer gleich zwei Störche begegnen:
   Doch halt! warum stellt ihr zu Zweien euch ein?
   Es werden doch, hoff ich, nicht Zwillinge sein?
   Da klappern die Störche im lustigsten Ton,
   Sie nicken und knixen und fliegen davon.
Für den Volksglauben setzen die Nachrichten dann erst sehr allmählich ein. Noch vor 50 Jahren war der Storch als Kinderbringer in Süddeutschland nahezu unbekannt. Im bayerischen Schwaben galt es als ›herrische Mode‹, von ihm zu sprechen. Eine volkskundliche Erhebung Ende des 19. Jahrhunderts in Württemberg stellt fest: »Der Glaube, daß der Storch die kleinen Kinder bringe, dringt auch in Württemberg durch die gebildeten Kreise mehr und mehr ins niedere Volk ein«.
   Auch der Atlas der Schweizerischen Volkskunde führte zwischen 1937 und 1942 eine Umfrage bezüglich Kinderbringer und Kinderherkunft durch. In der Schweiz hat der Storch erst in der jüngsten Vergangenheit die Rolle des Kinderbringers übernommen. Die zeitlichen Angaben fallen überwiegend erst auf die Jahrhundertwende oder in das erste Viertel des 20. Jahrhunderts; und zwar wanderte er von Deutschland aus ein.
   Kommen literarische Belege erst vereinzelt im 19. Jahrhundert auf, so gibt es genug zeitgenössische Belege im Gebrauchslieder- und Schlagergut. Nach der Melodie von ›Santa Lucia‹ wird gesungen:
   Kaum hat's Dich angebracht
   heißt's auf der Erde:
   Dich hätt' der Storch gebracht,
   glaub nicht die Märe:
   kämst aus dem tiefen Teich,
   glaub nicht das närr'sche Zeug!
Neuer und bekannter ist der Schlager:
   Auf dem Dach der Welt,
   da steht ein Storchennest,
   da sitzen hunderttausend kleine
   Babies drin.
   Wenn Dir ein's gefällt
   und Du mich heiratest,
   dann bringt auch Dir der Storch
   ein kleines Babykind.
In moderner Sprichwörterprägung wird ein Zitat aus Schillers ›Wilhelm Tell‹ parodistisch abgewandelt: ›Der Mann im Haus erspart den Zucker auf der Fensterbank‹. Solche Zeugnisse ließen sich beliebig vermehren, und so läßt sich also nachweisen, daß der Klapperstorch erst in den letzten Jahrzehnten durch den Einfluß von Operettenschlagern, Redensarten und Witzzeichnungen, insbesondere aber durch Zeitung und Reklame (›Storch-Moden‹), durch den Einfluß von Schulfibel, Kinderbüchern und Geburtsanzeigen, die einen Storch zeigen, der ein Wickelkind im Schnabel trägt, verbreitet worden ist. So merkwürdig es klingt: in einer Zeit fortschreitender Aufklärung und Rationalisierung dringt das Unwirkliche, Niebeobachtete gegen das dem Realen Nähere vor.
   Wie haben sich nun aber älteste Glaubensschichten vom Aufenthalt der Ungeborenen mit dem jungen Storch als Kinderbringer verbinden können? Wahrscheinlich hängt es mit dem alten Glauben an den Wasseraufenthalt der ungeborenen Kinder zusammen, daß ein Sumpfvogel wie der Storch dazu ausersehen wurde, die kleinen Kinder ins Haus zu schaffen. Bereits in der Antike galt Adebar als Symbol der Fruchtbarkeit. Die zärtliche Liebe des Storches zu seinen Jungen wurde schon im Altertum gerühmt, ebenso im Mittelalter. Nach Konrad von Megenbergs ›Buch der Natur‹ reißen sich die Störche die eigenen Federn aus und legen sie beim Brüten in das Nest, damit die Jungen nur weich sitzen können.
   Vor allem aber spielte der Storch schon immer eine wichtige Rolle in der Mantik. Seine allgemeine Glücksbedeutung ist im Volksglauben vermutlich viel älter als wir sie belegen könnten. Schon in der ›Rockenphilosophie‹ von 1718/1722 steht der Satz: »Wer das Glück hat, daß Störche ihr Nest auf sein Haus oder Schornstein bauen, der wird lange leben und reich werden«.
   Immer wieder haben sich die Menschen darüber verwundert, daß der Storch Blitz und Donner nicht scheut. Das verdichtete sich in dem Volksglauben, ein nistender Storch schütze vor Blitz und Feuer. Es werden ferner Analogien und Parallelen gezogen zu dem Storch auf dem Dach des Hauses. Ein Storch bringt eben einfach Glück. Umgekehrt verläßt der Storch das Haus, in dem Unfrieden herrscht.
   Ohne daß Adebar unmittelbar als Kinderbringer fungierte, war er doch auch im älteren Volksglauben mit dem Kindersegen verknüpft: Wenn er keine Eier legte, so wurden in dem Hause auch keine Kinder geboren, und wenn seine Jungen starben, so starben auch die Kinder. Wer den Storch verstümmelte, bekam Kinder mit analogen Gebrechen. Nistete der Storch auf dem Haus eines jüngst getrauten Ehepaares, so bekam dieses so viele Kinder, als er Junge hatte. In der Altmark kündete ein fliegender Storch einem Mädchen, daß sie auf den Brautwagen kommen sollte, ein stehender aber, daß sie zur Patin gebeten würde.
   In die Nähe der Klapperstorchvorstellungen gehören auch die Volkserzählungen vom sogenannten Storchenland. Besonders in Norddeutschland war im Volksglauben die Meinung verbreitet, daß die Störche verwandelte Menschen seien. Mehrere deutsche und griechische Volksmärchen berichten, daß die Störche im Herbst in ein fernes Land ziehen, wo sie den Winter über als Menschen leben. Im Mittelalter erzählte Gervasius von Tilbury (›Otia imperialia‹ III, 73) von einem pferdeköpfigen, im Nilland wohnenden Volk: »hi homines certis temporibus in ciconias transformantur et apud nos quotannis foetum faciunt«.
   Über das Mittelalter zurück führt eine bemerkenswerte Angabe des Rhetors Aelian in seiner Tiergeschichte (II, 23): »Alexander aus Myndos sagt, daß die Störche, die ein Leben voll Kindesliebe hinter sich haben, in ihrem Alter zu den Inseln der Seligen ziehen. Hier vertauschen sie die Vogelgestalt mit der menschlichen, zum Lohn für ihre Liebe zu den Eltern«.
   Zusammenfassend läßt sich sagen: die natürliche Herkunft der Kinder von der Mutter kann niemals zweifelhaft gewesen sein. Selbst die primitive Unklarheit über die Erzeugerfunktion des Vaters spielt in Mythologie und Volksglauben keine Rolle. Hier stand also nur die schamhafte oder bequeme Verhüllung oder Umschreibung des Natürlichen vor dem fragenden Kind zur Debatte.
   Wenn solche Erzählungen auch keine Rolle im Erwachsenenglauben spielen, so sind sie doch mehr als leere Fabulate vor Kinderohren. Hinter den Antworten, die man auch heute noch dem Kind gelegentlich auf die wißbegierige Frage gibt, woher es gekommen sei, wer es gemacht habe, stecken z.T. Vorstellungen eines alten Weltbildes. Was früher wirklicher Volksglaube war, das hat die Phantasie späterer Geschlechter ausgestaltet und benutzt, um den Wissensdurst der Kinder zu befriedigen.
   Auch wenn der Storch als Kinderbringer selbst nicht allzu weit zurückreicht, so ist doch das Bild des Wassers als Inbegriff der Fruchtbarkeit und als Aufenthaltsort der noch ungeborenen Kinder alt. Der Storch seinerseits brachte viel Volksglauben mit, der ihn auch in seine neue Funktion mühelos hineinwachsen ließ. Offenbar mischen sich tatsächlich im Klapperstorchmärchen älteste und jüngste Vorstellungen in einer kaum noch zu trennenden Weise.
   Während in früheren Forschungen die entsprechenden Redensarten lediglich als ›Schwundstufen‹ älterer Mythologien verstanden wurden, ist heute der Aspekt der Sozialpädagogik und Kinderpsychologie in den Vordergrund getreten. Der gesamte Komplex der sexuellen Aufklärung und Erziehung der Kinder ist an gesellschaftliche Bedingungen gebunden. Man weiß seit Sigmund Freud, daß die von Kindern gestellten Fragen nach ihrer Herkunft zugleich die ersten Fragen ihrer eigenen Sexualität sind mit dem Anspruch auf Sexualaufklärung. Die Redensarten hören sich zwar kindgemäß an, und die Kinder mögen sich in einem bestimmten Alter für eine Weile damit zufriedengeben, bis sie merken, daß man ihnen damit in der Beantwortung ausgewichen ist und eine ehrliche Erklärung schuldig blieb. S. Freud hat die These vertreten, daß die Verweigerung der kindlichen Frühaufklärung im Wunsch der Erwachsenen bestehe, die Fähigkeit der Kinder zum selbständigen Denken möglichst früh zugunsten der so hoch geschätzten ›Bravheit‹ zu ersticken, und zwar eben durch Irreführung auf sexuellem und durch Einschüchterung auf religiösem Gebiet. Er sieht als Hintergrund der Prüderie das eigene schlechte Gewissen der Erwachsenen in Sachen Sexualität. Wenn Eltern umschreibende Antworten geben, sei anzunehmen, daß sie eigenen Projektionen erliegen. Dies muß kein bewußter Vorgang sein. Die Erwachsenen übernehmen die Redensarten unkritisch aus dem tradierten Gedankengut. Die Antwort verhüllt die biologischen Tatbestände und gibt keine sexuelle Aufklärung. Redensartliche Ausflüchte über die Kinderherkunft können sogar eine negative Auswirkung auf die Entwicklung des Kindes haben: die Verhüllung der Antworten verletzt den Erkenntnisweg des Kindes und erschüttert oft auch zum ersten Mal dessen Vertrauen zu seinen Eltern, Storch.
• S. FREUD: Zur sexuellen Aufklärung der Kinder (Frankfurt/M. 1907); H. PLOSS: Das Kind in Brauch und Sitte der Völker, 2 Bände (Leipzig 3. Auflage 1911/1912); H. SCHAUERTE: Die Herkunft der Kinder im Volksglauben des kurkölnischen Sauerlandes 7 in: Zeitschrift für rheinische und westfälische Volkskunde 27 (1930), S. 41-45; B. KUMMER: Artikel ›Kinderherkunft‹, in: Handbuch des Aberglaubens IV, Spalte 1342-1360; O. LAUFFER: Kinderherkunft aus Bäumen, in: Zeitschrift für Volkskunde. 6 (1934), S. 93-106; E. SCHNEEWEIS: Artikel ›Storch‹, in: Handbuch des Aberglaubens, VIII, Spalte 498-507; O. FILITZ: Warum bringt der Storch die Kinder? (Diss. Erlangen 1940); R. BEITL: Der Kinderbaum. Brauchtum und Glauben um Mutter und Kind (Berlin 1942); A. WALZER: Liebeskutsche, Reitersmann, Nikolaus und Kinderbringer (Stuttgart 1963); W. GUBALKE: Die Hebamme im Wandel der Zeiten (Hannover 1964); L. RÖHRICH: Der Klapperstorch als Kinderbringer, in: Selecta 7 (1965), H. 8, S. 302-308; I. WEBER-KELLERMANN: Die deutsche Familie. Versuch einer Sozialgeschichte (Frankfurt/M. 1974); I.V.G. FINDEISEN: Meinungen und Redensarten der Kinder über die Herkunft der Neugeborenen (Magister-Arbeit Bonn 1976); E. UND L. GATTIKER: Die Vögel im Volksglauben (Wiesbaden 1989),S. 523-548;
J. GELIS: Die Geburt. Volksglaube, Rituale und Praktiken von 1500-1900 (München 1989); M. SIMON: Der Storch als Kinderbringer, in: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde. 34/35 (1989/90), S. 25-39.
Der Klapperstorch hat dich gebracht. Der Storch als Kinderbringer, Tegning af Lorenz Frølich til H.C. Andersens historie ›Pejter, Peter og Per‹. Aus: Jørn Piø: Den lille overtro, København 1973, S. 135.
Der Klapperstorch hat dich gebracht. Illustration von Lothar Meggendorfer zu: ›Das Buch vom Klapperstorch für Jung und Alt‹, Stuttgart 2. Auflage 1881. Aus: Vater, Mutter, Kind, Katalog des Münchner Stadtmuseums, München 1987, Abbildung S. 204.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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  • Klapperstorch — Klapperstorchm 1.Mann,dereineweiblichePersongeschwängerthat.1900ff. 2.reisenderKlapperstorch=mehrfacheraußer oderunehelicherVater.1900ff. 3.ungeduldigerKlapperstorch=KindesgeburtkurznachderEheschließung.1900ff. 4.derKlapperstorchhatsichangemeldet …   Wörterbuch der deutschen Umgangssprache

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