Perlacka


Perlacka
So lautet eine verstümmelte Zauberformel aus dem Bereich der Hamburgischen Handpuppen- und Kasperlespiele; nicht nur hier, sondern auch im Volksschauspiel vom Doktor Faust, erscheint der Teufel bei dem Ruf ›Perlicka‹, bei ›Perlocka‹ (oder: ›Perlacka‹) verschwindet er wieder. Die Herkunft der ›Per-lac‹- Formel wird in einem mittelalterlichen Segen gesehen: »onjuro te per lac genitricis dei, beatae virginis Sanctae Mariae« (Ich beschwöre dich bei der Milch der Gottesgebärerin, der seligen Jungfrau, der Heiligen Maria). Der Schwur ›per lac‹ – auf die Milch der Mutter Gottes – oder auch die Beschwörung gehören zur Gattung der vulgären Beschwörungsworte, wie auch Hokuspokus (aus: Hoc est corpus meum).
• E. GROHNE: Perlicka, Perlacka!, in: Zeitschrift für Volkskunde. 54 (1958), S. 117-120.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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