Perücke


Perücke
wird in niederdeutschen und mitteldeutschen Redensarten bildlich gebraucht und steht dann für den Begriff der Unechtheit, der Unnatürlichkeit und des Scheins von Ansehen, das sich einer gibt: Einem in die Perücke fahren: seine Überheblichkeit, Heuchelei aufdecken; niederdeutsch ›Ik fohr em in'e P(a)rück‹ ich fuhr ihn an; rheinisch ›He het de P(e)rück verkeahrt stohn‹, er ist schlecht gelaunt.
• M. JEDDING-GESTERLING u.a. (Hrsg.): Die Frisur. Eine Kulturgeschichte der Haarmode von der Antike bis zur Gegenwart (Hamburg 1990).

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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  • Perücke — Perücke …   Deutsch Wörterbuch

  • Perücke — (Deutschland, 17./18. Jahrhundert; Johann Sebastian Bach) Perü …   Deutsch Wikipedia

  • Perücke — (Perrücke, franz. perruque, ital. parrucca, span. peluca, v. lat. pilus, Haar), Kopfbedeckung von Haaren, die dem natürlichen Haupthaar mehr oder weniger ähnlich ist. Der Gebrauch fremder Haare zur Bedeckung des Kopfes kam schon im Altertum vor.… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Perücke — (v. fr. Peruque), eine Kopfbedeckung von Haaren, welche dem natürlichen Haupthaar mehr od. weniger ähnlich ist, u. welche man sonst zur Zierde trug, jetzt nur noch bei ganzem od. theilweisem Mangel des Haupthaares trägt. Die zu verschiedenen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Perücke — (frz., perruque), künstlicher Haaraufsatz, schon im Altertum und Mittelalter als Ersatz des fehlenden Kopfhaars im Gebrauch, durch Ludwig XIII. seit 1625 allgemein herrschende Mode, unter Ludwig XIV. in Form der Allonge P. [Abb. 1362], deren… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Perücke — Perücke, aus dem Franz., künstliche Haarbedeckung des Kopfes, im Alterthum wie in neuester Zeit hin und wieder gebraucht, in Europa seit Ludwig XIII. bis zur Revolution allgemeine Mode, hatte ihren Gipfel in der lächerlichen Allongeperücke …   Herders Conversations-Lexikon

  • Perücke — Sf std. (17. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus frz. perruque (eigentlich Haarschopf ), aus span. peluca zu span. pelo Haar .    Ebenso nndl. pruik, nfrz. perruque, nschw. peruk, nnorw. parukk. ✎ DF 2 (1942), 474f.; Jones (1976), 507; Röhrich 2 (1992) …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Perücke — Perücke: Die Bezeichnung für »unechtes Haar (als Ersatz für fehlendes Kopfhaar, zur Kostümierung o. Ä.)« wurde im 17. Jh. aus gleichbed. frz. perruque entlehnt, das ursprünglich nur »Haarschopf« bedeutete. Das etymologisch nicht sicher gedeutete… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Perücke — Pe|rü|cke [pe rʏkə], die; , n: wie eine Kappe den Kopf bedeckende künstliche Frisur aus echten oder synthetischen Haaren (z. B. als Ersatz für fehlende Haare): eine Perücke tragen. Zus.: Kurzhaarperücke, Langhaarperücke, Lockenperücke. * * *… …   Universal-Lexikon

  • Perücke — die Perücke, n (Mittelstufe) künstliches Haar, das das echte ersetzt Beispiel: Sie trägt eine Perücke. Kollokation: eine Perücke aufsetzen …   Extremes Deutsch

  • Perücke — Kunsthaar, Toupet; (verhüll.): Zweitfrisur; (Fachspr.): Haarersatz. * * * Perücke,die:Haarersatz·falscheHaare·Zweitfrisur+Haarteil·Toupet PerückefalscheHaare,Haarersatz,Haaraufsatz,Kunsthaare,Zweitfrisur …   Das Wörterbuch der Synonyme


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