staunen


staunen
Er staunt wie der Hahn über den Regenwurm: er ist sehr verwundert und hält in seiner Bewegung inne wie der Hahn, der plötzlich einen Wurm entdeckt hat.
   Da staunt der Laie (oft mit dem Zusatz: ›und der Fachmann wundert sich‹; mitunter noch erweitert: ›und dem Spezialisten kommen die Tränen‹) ist eine jüngere Redensart, die auf den bewunderungswürdigen Fortschritt in der Technik anspielt und maßlose Überraschung ausdrücken soll. Ackermann, da staunste! Die Wendung ist seit 1920 besonders in der mitteldeutschen Umgangssprache geläufig, ihre Herkunft ist bisher ungeklärt. Vielleicht ist mit dem ›Ackermann‹ nicht eine bestimmte Person, sondern der Bauer im allgemeinen bezeichnet worden, dessen Unwissenheit in vielen Dingen des modernen Lebens den Städter zum Spott reizte. Ähnlich auch: ›Mein lieber Ackermann‹.
   Da staunt man Bauklötzer Bauklotz.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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  • Staunen — oder Verwunderung ist ein emotionaler Zustand als Reaktion auf das Erleben von etwas Unerwartetem, das nicht den bekannten Denkmustern/Schemata entspricht. Es wird begleitet von einem neurobiologischen Zustand der Erregung, einem inneren… …   Deutsch Wikipedia

  • Staunen — Staunen, verb. regul. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, vor Verwunderung gleichsam stumm, unbeweglich da stehen, da es denn zur Bezeichnung des höchsten Grades der Verwunderung gebraucht wird. Es ist ein altes Deutsches Wort, welches… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • staunen — »sich wundern, verwundert blicken«: Das erst im 18. Jh. aus dem Schweiz. in die hochd. Schriftsprache übernommene Verb (aleman. stūnen »träumend vor sich hin starren«) bedeutet eigentlich »starr sein« und entspricht mnd., mniederl. stūnen »sich …   Das Herkunftswörterbuch

  • staunen — Vsw std. (18. Jh.) Stammwort. Als Schweizer Mundartwort in die Hochsprache übernommen. Es bedeutet eigentlich (vor sich hin) träumen, vor sich hin starren . Schon davor (16. Jh.) wurde erstaunen übernommen. Vergleichbar ist mndd. stunen, mndl.… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • staunen — V. (Mittelstufe) über etw. sehr verwundert sein Synonym: erstaunen Beispiele: Er staunte, als er die ersten Ergebnisse sah. Die Gäste staunten darüber, wie gut alles vorbereitet war …   Extremes Deutsch

  • staunen — a) erstaunt ansehen/betrachten, mit Staunen/Verwunderung ansehen, mit Staunen/Verwunderung betrachten, überrascht/verwundert ansehen, überrascht/verwundert betrachten; (ugs., auch abwertend): glotzen; (abwertend): angaffen, [be]gaffen. b) aus dem …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • staunen — große Augen machen; bestaunen; angaffen; bewundern * * * stau|nen [ ʃtau̮nən] <itr.; hat: über etwas, was man nicht erwartet, nicht für möglich gehalten hat, beeindruckt, verwundert sein: ich staune, was du alles kannst; da staunst du [wohl]!; …   Universal-Lexikon

  • Staunen — das Staunen (Mittelstufe) Gefühl einer starken Verwunderung Beispiel: Der unglaubliche Weltrekord des Sportlers versetzte alle in Staunen. Kollokation: aus dem Staunen nicht mehr herauskommen …   Extremes Deutsch

  • staunen — stau·nen; staunte, hat gestaunt; [Vi] (über jemanden / etwas) staunen Überraschung, Verwunderung und Respekt empfinden: Da staunst du, wie gut ich das kann, was?; darüber staunen, dass jemand etwas kann || ⇒↑Erstaunen …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Staunen — Stau·nen das; s; nur Sg; ein Gefühl der Überraschung und Bewunderung <etwas versetzt jemanden in Staunen; aus dem Staunen nicht mehr herauskommen> || hierzu Stau·nen er·re·gend Adj …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Staunen — Stau|nen, das; s; Staunen erregen …   Die deutsche Rechtschreibung


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