Stumpf
Etwas mit Stumpf und Stiel ausrotten (auch: wegnehmen, verzehren): es ganz und gar vernichten, eigentlich: einen Baum mit der Wurzel roden. Die Griechen sagten dafür; ›etwas wie eine Fichte ausrotten‹, weil der Wurzelstock der Fichte nicht wie der vieler Laubhölzer neu ausschlagen kann. Die durch einen Stabreim gebundene Redensart hat bereits Sebastian Franck in seinen ›Sprichwörtern‹ (II, 61a) in ähnlicher Form verzeichnet: ›Es ist stumpff vnd stil dahin‹, es ist nicht das geringste übriggeblieben. Vergleiche auch lateinisch ›una cum templis et aris‹ und französisch, ebenfalls mit Stabreim, ›Il n'y a ni fric, ni frac‹.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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  • Štumpf — Stumpf oder Štumpf ist der Familienname folgender Personen: Alfons Stumpf (* 1949), deutscher Kommunalpolitiker (BM von Attendorn) (SPD) Andreas Sebastian von Stumpf (1772–1820), Legationsrat, Regierungsdirektor, Akademiemitglied Karl Friedrich… …   Deutsch Wikipedia

  • Stumpf — oder Štumpf ist der Familienname folgender Personen: Alfons Stumpf (* 1949), deutscher Kommunalpolitiker (BM von Attendorn) (SPD) Andreas Sebastian von Stumpf (1772–1820), Legationsrat, Regierungsdirektor, Akademiemitglied Karl Friedrich Stumpf… …   Deutsch Wikipedia

  • Stumpf — Stumpf, er, este, adj. et adv. von dem Zeitworte stumpfen oder stümpfen. 1. Eigentlich, gestümpft, abgekürzt, und daher seiner gehörigen Länge beraubt; in welcher Bedeutung es doch wenig mehr gebraucht wird, ob man gleich noch sagt, ein stumpfer… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Stumpf — may refer to:People* Johann Walter (Hans) Stumpf (musicologist), Master Pipe Organist, German Immigrant * John Stumpf, President and CEO of Wells Fargo * Bernd Stumpf * Bill Stumpf * Carl Stumpf * Johann Stumpf (writer), a 16th century Swiss… …   Wikipedia

  • Stumpf — Stumpf: Das nur im dt. und niederl. Sprachgebiet altbezeugte Substantiv lautet mhd. stumpf‹e›, ahd. stumph, mnd. stump (↑ Stümper), niederl. stomp; daneben steht mit abweichendem Stammauslaut oberd. Stumpe‹n› »Stumpf« (↑ Stumpen). Diese… …   Das Herkunftswörterbuch

  • stumpf — Adj std. (12. Jh.), mhd. stumpf, ahd. stumpf, mndd. stump, mndl. stomp, nndl. stomp(e) Stammwort. Die Ausgangsbedeutung ist verstümmelt, (abgenutzt) (zu Stummel, Stump(en)), danach die verschiedenen Anwendungsbereiche des Wortes; stumpfer Winkel… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • stumpf — stumpf: Das mit dem Substantiv ↑ Stumpf eng verwandte Adjektiv war ursprünglich besonders im niederd. und niederl. Sprachgebiet verbreitet (mhd. stumpf, spätahd. stumph, mnd., mitteld. stump, niederl. stomp). Es bedeutete zunächst »verkürzt,… …   Das Herkunftswörterbuch

  • stumpf — Adj. (Grundstufe) schlecht schneidend, Gegenteil zu scharf Beispiel: Die Schneide des Messers ist stumpf. Kollokation: eine stumpfe Schere stumpf Adj. (Aufbaustufe) ohne Glanz, matt Synonyme: glanzlos, fahl, abgetönt Beispiel: Der Hund hat ein… …   Extremes Deutsch

  • Stumpf — (franz. Souche), bei Wertpapieren, s. Stammregister …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Stumpf — Stumpf, Karl, Philosoph, geb. 21. April 1848 zu Wiesentheid in Franken, Prof. in Würzburg, Prag, Halle, München, seit 1894 in Berlin; schrieb: »Tonpsychologie« (2 Bde., 1883 90), »Psychologie und Erkenntnistheorie« (1891), »Leib und Seele« (2.… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Stumpf — Joh., geb. 1500 zu Bruchsal, wurde Johanniter, später reformiert, st. 1566 als Pfarrer zu Zürich, Verfasser einer bis 1545 gehenden Schweizerchronik, welche sein Sohn Rudolf bis 1586, Waserus bis 1606 fortsetzten …   Herders Conversations-Lexikon

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