Frieden
Dem (Land-)Frieden nicht (recht) trauen: dem äußeren Schein nicht trauen, etwas für bedenklich halten, skeptisch sein; die Redensart bezieht sich wahrscheinlich auf die schon aus dem Mittelalter bekannte Gepflogenheit der Kaiser, gelegentlich einen allgemeinen Landfrieden zu erlassen, der den Fehden zwischen den Fürsten und Stämmen Einhalt gebieten sollte, der jedoch meist unwirksam war, weil keine Macht die Haltung des Gebotes zu überwachen vermochte.
   Der ursprünglich gut gemeinte, biblische Wunsch Zieht hin in Frieden (Ri 18, 6) wird heute meist in negativem oder ironischem Sinne angewandt. Zieh (geh) hin in Frieden bedeutet danach: mach, daß du fortkommst, an mir soll es nicht liegen, tue, was du nicht lassen kannst, aber laß mich in Ruhe!
   Die erst in jüngster Zeit bekannt gewordene Redensart ›Friede, Freude, Eierkuchen‹ bezieht sich auf den von Politikern, aber auch in Familien, Vereinen etc. nicht selten unternommenen Versuch, die Dinge zu beschönigen und Harmonie vorzutäuschen. Sie bedeutet soviel wie: Dieses Schöntun mag glauben, wer will.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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