Fuß


Fuß
Im alten Rechtsleben von besonderer Bedeutung war die jetzt allgemein gebrauchte Formel stehenden Fußes (lateinisch ›stante pede‹): augenblicklich, sogleich. Wer mit seinem Urteil nicht einverstanden war, mußte es auf der Stelle, ›Unverwandten Fußes‹, anfechten (in alter Sprache ›schelten‹), sonst wurde es rechtskräftig.
   In einem Weistum, einer bäuerlichen Rechtssatzung, aus Keuchen vom Jahre 1430 heißt es: »Auch waz vor dem dorfgreven (Dorfschulzen) und den nachgeboren (Nachbarn) gewiset wird, wolde sich imant des berufen gein Keuchen an das oberste gerichte, der mag iß thun unverzogelich, unberaden und standen fußes, e er hinder sich trede«.
   Wie so viele Ortsangaben ist auch ›stehenden Fußes‹ auf die Zeit übertragen worden (vgl. ›Auf der Stelle‹). Wir sagen: ›Auf der Stelle kommst du her!‹ Wer aber auf der Stelle etwas tun soll, soll es eigentlich dort tun, wo er gerade steht, kann also eigentlich nicht herkommen. Und ebenso ist es nur im übertragenen Sinn gemeint, wenn Schiller im ›Tell‹ (I, 2) Stauffacher sagen läßt: »Nach Uri fahr ich stehnden Fußes gleich«.
   Ebenfalls dem Rechtsleben entstammen die Wendungen auf freiem Fuße sein, auf freien Fuß setzen, früher auch auf freiem Fuße stehen: 1459 im übertragenen Sinne belegt von einem Gefangenen, der in der Freiheit des Handelns, etwa durch einen gefesselten Fuß, nicht beschränkt ist: »stund he doch sulvest uppe frigen foeten, leddich unde loß«.
   Auf gespanntem Fuße mit einem stehen; mit einem über den Fuß gespannt sein: sich im schlechten Einvernehmen mit ihm befinden, sich nicht vertragen. ›Fuß‹ wird in dieser Redensart zur Kennzeichnung des Charakters und Grades einer menschlichen Beziehung in der abgeblaßten Bedeutung ›Grundlage‹ (so schon bei Stieler 1691 gebucht) verwendet. Daher auch jüngere Wendungen wie: auf gutem (schlechtem, vertrautem) Fuß mit ihm stehen (leben).
   Thomas Mann gebraucht im ›Doktor Faustus‹ die Wendung »Auf den frère et cochon-Fuß kommen«, sich in Zechgemeinschaften verbrüdern. Auch in der Redensart auf großem Fuß leben (scherzhaft auch: ›Eine große Schuhnummer haben‹): viel Aufwand machen, steht Fuß bildlich für Lebenshaltung, Verhältnisse, Art und Weise. Vgl. französisch: ›Vivre sur un grand pied‹.
   Die Redensart ist im Mittelalter in Frankreich entstanden und geht zurück auf Geoffrey Plantagenet, Graf von Anjou (1129-51), der sich Schuhe mit sehr langer Spitze machen ließ, um eine Geschwulst darunter zu verbergen. Da er allgemein ein Vorbild für Eleganz war, wollte jeder so große Schuhe tragen wie er. Man sprach von ›chaussure à la poulaine‹, ›Galionsschuhen‹ oder ›Schnabelschuhen‹. Im 14. Jahrhundert wurde die Größe dieses Schuhwerks der Maßstab für das Ansehen eines Menschen. Maßeinheit war der Fuß. Die Schuhe eines Fürsten waren 21/2 Fuß, die eines hohen Barons 2 Fuß, die eines Ritters 11/2 Fuß und die eines einfachen Bürgers 1 Fuß lang. Auch die Absätze der Noblen waren erhöht – im Gegensatz zu denen des einfachen Bürgers, der flache Schuhe trug. Das hat sich in der niederländischen Redensart niedergeschlagen: ›Hij leeft op een' grooten' (hoogen) voet‹. Unter Karl V. wurde diese Mode, die sich von Frankreich aus über die ganze zivilisierte Welt ausgebreitet hatte, endgültig abgeschafft.
   In Zusammenhang damit steht auch die Redensart: auf gleichem Fuß mit jemandem verkehren: auf derselben Gesellschaftsstufe stehen.
   Einem etwas unter den Fuß geben: es ihm heimlich mitteilen, ihn heimlich zu etwas veranlassen. Die der Redensart ursprünglich zugrunde liegende Vorstellung ist die, daß man etwa einen Zettel unter dem eigenen Fuße bis an den Fuß eines anderen heranbringt, der die geheime Botschaft wiederum sofort mit seinem Fuß bedeckt; dazu stimmt genau das lateinische Wort ›suppeditare‹ = geben, darreichen. In lateinischer Form wird der Ausdruck noch von Bismarck
(Reden II, 139) verwendet: »Daß dieses Wort mir durch einen gefälligen Souffleur suppeditiert wurde«.
   Einem auf den Fuß zu treten war zunächst im älteren Sprachgebrauch das Zeichen für geheimes Einverständnis, besonders unter Liebenden, so im Volkslied ›Wenn alle Brünnlein fließen‹ (Strophe 2): »Ja winken mit den Äugelein und treten auf den Fuß ...«; vergleiche auch französisch ›faire du pied à quelqu'un‹: jemanden heimlich warnen, ihm ein unbemerktes Zeichen geben, auch unter Liebenden gebräuchlich. Erst allmählich verkehrte sich der Sinn dieser Wendung ins Gegenteil; einem auf die Füße treten, schweizerisch: ›Eim uff de Fuess trete‹, bedeutet heute: ihm weh tun, ihn beleidigen, vgl. ihm auf die große Fußzehe, auf die Hühneraugen treten; vom leicht Beleidigten sagt man auch: Er fühlt sich immer auf den Fuß (auf den Schwanz, Schlips) getreten.
   Das Fußtreten geht zurück auf den Volksglauben, daß man durch Treten auf den Fuß eines Menschen Gewalt über diesen erhält und sich auch dessen Kräfte aneignen kann. Im Rechtsleben war das ›Treten auf den Fuß‹ ein Ausdruck der Besitzergreifung. Den rechten Fuß auf etwas setzen, bedeutete, dies in Besitz nehmen zu wollen. An einigen Höfen z.B. trat der Lehnsherr bei der Belehnung mit seinem rechten Fuß auf den des Vasallen. Auch bei Vindikation (Rückforderung) eines ›entfremdeten‹ Haustieres mußte der schwörende Eigentümer zum Zeichen seines Rechtsanspruches das von ihm geforderte Tier mit Hand und Fuß berühren:
   he sal mit sime rechten voze
   dem pferde treten uffe dem
   linken voz vorne ...
   (Grimm: Deutsche Rechtsaltertümer II, S. 126ff.).
Auch die Redensart Jemandem den Fuß auf den Nacken setzen: jemanden seine Macht fühlen lassen; vgl. ›Unter den Pantoffel kommen‹ Pantoffel, hat eine lange Tradition. Im alten Orient und in der Antike galt der Fuß als Symbol der Unterjochung. Zum Zeichen des Sieges und der völligen Unterwerfung setzte der Sieger seinen Fuß auf den am Boden liegenden Todfeind. Ägyptische Darstellungen zeigen den König, dessen Fußschemel von besiegten Gegnern gebildet wird. Auch in Bibel und altchristlicher Literatur begegnet der Fußtritt als fixierter Herrschaftsgestus (Ps 90, 13; 109, 1; Esra 16, 70; Mal 4, 3; 1 Kor 15, 25). Josua ließ die fünf gefangenen Könige herbeibringen und befahl seinen Heerführern, ihren Fuß auf den Nacken des Besiegten zu stellen (Jos 10, 24). Zur Bekräftigung des Sieges wird der Todfeind unter den Füßen zertreten (Röm 16, 20).
   Auch die Redensart Jemanden unter den Fuß brin-
gen: jemanden bezwingen, betont die Machtposition und geht auf die symbolische Rolle des Fußes als Rechtszeichen zurück, wie es bereits Ps 74, 4 zum Ausdruck bringt: »Er unterjochte die Völker unter uns, und Nationen steckte er uns unter die Füße«.
   Die Wendung Den Fuß in ein Land setzen hat einen ähnlichen Hintergrund. Auch hier wird eine symbolische Inbesitznahme angedeutet.
   Jemanden (etwas) mit Füßen treten: mißachten, gemein behandeln, gering schätzen (z.B. ›Das Recht mit Füßen treten‹).
   Mit einem Fuß im Grabe stehen: seinem Ende nahe sein, besonders von Todkranken und Altersschwachen gesagt, belegt 1649 bei Gerlingius (Syll. Nr. 33): »Alterum pedem in cymba Charontis habere. Er gehet auff der Gruben. Er gehet auf der Baar. Er hat einen Fuß schon im Grabe. Er gehet auff grabes bort. He stippet nae sinem grave«; vgl. französisch ›avoir un pied dans la tombe‹; englisch: ›to have one foot in grave‹, Grube.
   Auf die Füße fallen: sich immer zu helfen wissen, sich schnell in allen Lagen zurechtfinden; Anspielung auf die Katzen, die beim Fall immer auf ihren Pfoten landen, daher noch deutlicher in der niederländischen Redensart ›op zijn potjes terechtkomen‹. Schon in Johann Fischarts ›Geschichtklitterung‹ (Neudruck S. 183/32) ist bezeugt: »Vnnd ful nur allzeit auff den ars, wie die Katzen vnd Herren auff die Fueß«. Vgl. französisch ›retomber sur ses pieds (pattes)‹ und englisch ›to fall on one's feet‹.
   Auf tönernen Füßen stehen: keine feste Grundlage haben, geht zurück auf den biblischen »Koloß auf tönernen Füßen« (Dan 2, 31-34); heute verblaßt zu auf schwachen Füßen stehen; ähnlich gebildet: auf eigenen Füßen stehen: selbständig sein. Festen Fuß fassen: sich an einem Ort niederlassen.
   Mit beiden Füßen auf dem Boden stehen; vgl. französisch: ›avoir les pieds sur terre‹: realistisch denken und handeln, Bein. Wenn jemand irreale Vorstellungen hat, wird die Redensart heute parodiert zu: ›Mit beiden Füßen fest in der Luft!‹
   Die Füße in die Hände nehmen: sich beeilen.
   Sich die Füße wund laufen: Viele Gänge machen, um etwas zu erreichen.
   Etwas brennt ihm unter den Füßen: vgl. französisch: ›Les pieds lui en brûlaient‹: das Pflaster ist ihm unter den Füßen zu heiß geworden, etwas zwingt ihn zur Flucht.
   Einem Füße machen: ihn zur Eile antreiben ( Bein); sich aus den Füßen machen: sich wegbegeben; auch: Sich auf die Füße machen: sich schnell davonmachen, aufbrechen.
   Den Staub von den Füßen schütteln: Redensart in Anlehnung an Mt 10,14 (bedeutet eigentlich die völlige Loslösung von einer mit Fluch behafteten Stelle).
   Mit dem linken (falschen, verkehrten) Fuß zuerst aufgestanden sein: übler Laune sein, den ganzen Tag über Pech haben, geht zurück auf den international verbreiteten Aberglauben, daß links die falsche und unglückbringende Seite ist; schon im Lateinischen heißt es: ›sinistro pede profectus est‹, vgl. französisch ›se lever du pied gauche‹.
   Kalte Füße haben: kein Geld haben, geschäftlich schlecht stehen. Kalte Füße bekommen: Angst bekommen, auch: ein Vorhaben aufgeben, aus einer (illegalen) Sache aussteigen. Die Redensart ist am Spieltisch entstanden. ›Kalte Füße haben‹ war ein beliebter Vorwand, um das Spiel abzubrechen und den Gewinn zu sichern; vgl. englisch: ›to get cold feet‹.
   Eine andere Bedeutung derselben Redensart ›Kalte Füße bekommen‹ ist: lange warten, auch im Sinne von sterben. Mit den Füßen voran das Haus verlassen: als Toter aus dem Haus getragen werden.
   Die Füße unter anderer Leute Tisch haben, unter einen fremden Tisch strecken: keinen eigenen Haushalt führen. Mecklenburgisch ›dei Fäut nah'n Bedd' strecken‹, sich nach den gegebenen Verhältnissen einrichten; niederdeutsch schon 1712 belegt.
   Bei jemandem den Fuß nicht mehr über die Schwelle setzen: mit jemandem verfeindet sein.
   Gut zu Fuß sein: gut laufen können, im Rheinhessischen spaßhaft von einem unmäßigen Esser und Trinker: ›Er ist gut zu Fuß unter der Nas‹. Dieselbe Redensart wird auch gern angewandt, wenn jemand schlagfertig ist. Im Gegensatz dazu heißt es: Blei an den Füßen haben: träge sein, nicht vorwärts kommen, Blei.
   Über die eigenen Füße stolpern: unbeholfen und ungeschickt sein.
   Jemandem auf die Füße (Beine) helfen: jemanden unterstützen oder ›unter die Arme greifen‹, Arm.
   Den Fuß aus dem Schlamm ziehen: sich aus einer unangenehmen Sache herausziehen.
   Zwei Füße in einem Schuh haben: schwanger sein; vgl. französisch ›mettre quatre pieds dans deux souliers‹; heute veraltet. Dafür sagt man: ›avoir les deux pieds dans le même sabot‹ (wörtlich: beide Füße im selben Holzschuh haben): furchtsam und unentschlossen sein.
   Von einem Menschen mit besonders großen Füßen sagt man im redensartlichen Vergleich: ›Er hat Füße – so groß, damit kann man Elsaß-Lothringen an Frankreich abtreten‹; aber auch: »Er ist ein Oldenburger, er hat beim Füßeverteilen zweimal ›hier‹ gerufen«.
   Einen Fuß in der Türe haben: mitsprechen können, etwas für sich herausschlagen, mitmischen.
   Jemandem den Kram vor die Füße werfen: seine Arbeit im Zorn niederlegen, den Dienst aufkündigen.
Hingegen bedeutet: Jemandem etwas zu Füßen legen: ihm etwas schenken, zu Eigentum geben. Die Redensart geht zurück auf den Rechtsbrauch der Besitzergreifung durch die Füße: »Der Herr legte dem Menschen alles zu Füßen«, d.h., er gab es ihm zu Eigentum (Ps 8, 7ff.). Auch die reichen Christen legten den Erlös ihrer verkauften Grundstücke den Aposteln zu Füßen (Apg 4, 35).
   Jemandem zu Füßen fallen: ›Einen Kniefall machen‹, inständig und demütig um etwas bitten, wie z.B. im N.T. vom Synagogenvorsteher Jairus berichtet wird, der dem Herrn zu Füßen fiel und um die Heilung seiner Tochter bat (Mk 5,22). Auch als Zeichen der Anbetung erwähnt (Offb 22, 8). In neuerer Zeit wird die Redensart zumeist ironisch gebraucht im Sinne von: ›Muß ich dir erst zu Füßen fallen ...‹
   Sich einen weißen Fuß bei jemandem machen: sich bei jemandem beliebt machen, eine Vorzugsstellung verschaffen; vgl. englisch: ›to give a person the white foot‹: jemandem um den Bart gehen, ihm schmeicheln. Ein englischer Spruch für Pferdehändler lautet:
   One white foot – buy him
   Two white feet – try him
   Three white feet – look well about him
   Four white feet – go without him.
Niederländisch: ›Een wit voetje hebben bij iemand‹, bei jemandem gut angeschrieben sein. Bei uns ist die älteste Form der Redensart in einem Bremer Wörterbuch von 1767 verzeichnet. Sie lautet: ›Eenen witten Foot by Jemand hebben‹. Im Märchen vom ›Wolf und den sieben jungen Geißlein‹ (Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm) macht der Wolf seine Pfoten im Mehl weiß, um die Geißlein zu täuschen.
   Etwas hat Füße bekommen: etwas ist abhanden gekommen, auf unbegreifliche Weise verloren gegangen; ›Füaß kriegen‹ (bayerisch-österreichisch). Die Redensart stammt aus der Zeit des 30jährigen Krieges. Freiherr Erasmus von Rödern beauftragte einen Bediensteten seines Schlosses bei Wien, er solle aufpassen, daß das Futter auf den ›öden‹ Häusern nicht ›Füaß bekomm‹ oder heimlich verwendet werde.
   Den Heiligen die Füße abbeißen gilt von Frömmlern, die nach altem Pilgerbrauch in demutsvoller Verehrung den Heiligenfiguren die Füße küssen – so bei der Statue des hl. Petrus in der Peterskirche in Rom.
   Der Fuß als Symbol kann auch ein schuldhaftes Verhalten ausdrücken, wie z.B. in der Redensart Mit einem Fuß im Gefängnis stehen: sich nicht um Rechtsgrundsätze kümmern, sich hart an der Grenze der Legalität bewegen, sie überschreiten im Sinne von: sich etwas zuschulden kommen lassen. Dagegen
bedeutet keinen Fußbreit weichen: nicht nachgeben, auf dem rechten Weg bleiben, Standfestigkeit beweisen. Die Redensart hat ihren Ursprung in dem Gedanken der ›imitatio Christi‹: Job weiß, daß sein Fuß an der Spur des Herrn festhielt, »seinen Weg hielt ich ein und bog nicht ab« (Hiob 23, 11). In engem Zusammenhang damit steht auch die Redensart Auf dem Fuße folgen: keinen räumlichen oder zeitlichen. Abstand lassen, unmittelbar folgen, Fußspur, Pfote, Schuh.
• P. SARTORI: Der Schuh im Volksglauben, in: Zeitschrift für Volkskunde 4 (1894), S. 148ff., 282ff., 412ff.; J. GRIMM: Deutsche Rechtsaltertümer I (4. Auflage 1899), S. 141, 196, 213ff.; II, S. 126-130; AIGREMONT: Fuß- und Schuh- Symbolik und -Erotik (Leipzig 1909, Neudruck Darmstadt o.J.); H. BÄCHTOLD-STÄUBLI, E. STEMPLINGER u. E. GOLDMANN: Artikel ›Fuß‹, ›Fußspur‹, ›Fußtreten‹, in: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens III, Spalte 224-247; O. HAUSCHILD: ›Sich einen weißen Fuß bei jemandem machen‹, in: Muttersprache 49 (1934), S. 273-274; S.W.M. VERHOEVEN: Symboliek van de voet (Assen 1957); E. DINKLER-VON SCHUBERT: Artikel ›Fuß‹, ›Fußtritt‹, in: Lexikon der christlichen Ikonographie II (1970), S. 66-69; W. TILL: Schuh- und fußförmige Amulette. Volkskundliche Untersuchung zur Wirkung und Bedeutung der Symbolgestalt Fuß und Schuh in der materiellen und geistigen Überlieferung Europas (Diss. München 1971); A. ERLER: Artikel ›Fuß‹, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte I, Spalte 1363-1366; W. DANCKERT: Symbol, Metapher, Allegorie im Lied der Völker II, S. 730ff.; CHR. DAXELMÜLLER: Artikel ›Fuß‹ und ›Fußspuren‹, in: Enzyklopädie des Märchens V, Spalte 600-622.
Auf großem Fuße leben. Karikatur, aus: ›L'Express‹, Paris. Aus: DER SPIEGEL, vom 5.III.1990.
Füße auf den Tisch legen. Karikatur auf die Bequemlichkeit des Mannes.

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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