Geck
Den Gecken scheren: jemanden zum Narren machen, Narr. Die Redensart ist bereits auf P. Bruegels Sprichwörterbild von 1559 dargestellt, vgl. niederländisch ›den gek scheren‹ und ›met iemand gekscheren‹.
   Ein Geck sein, auch: sich wie ein Geck benehmen: ein eitler, gefallsüchtiger Mann, ein Stutzer sein, sich besonders herausputzen, sich albern (›Geckenhaft‹) benehmen.
   Das ursprünglich niedersächsische Wort ›Geck‹ ist seit der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts als mittelniederdeutsch ›geck‹ = Narr bezeugt und wurde Ende des 14. Jahrhunderts im Niederfränkischen zur Bezeichnung der Hofnarren der Bischöfe. ›Geck‹ ist vermutlich ein lautnachahmendes Scheltwort für den Narren, der unverständliche Laute ausstößt und dessen Lachen wie Gackern klingt. Der Ausdruck wurde auf die Narren des rheinischen Karnevals übertragen, die heute mundartlich als die ›Jecken‹ bezeichnet werden. Das Adjektiv ›jeck‹ = närrisch, verrückt ist aus dem Substantiv in prädikativem Gebrauch entstanden. Es begegnet häufig redensartlich als Feststellung oder als Frage: ›Du bist wohl jeck?‹

Das Wörterbuch der Idiome. 2013.

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  • Geck — steht für Modenarr, altertümlicher Ausdruck für übertriebenes Modebewusstsein Geck ist der Nachname von: Adolf Geck (1854−1942), erster Sozialdemokrat im Präsidium der Zweiten Badischen Kammer und Mitglied des Reichstages Martin Geck (* 1936),… …   Deutsch Wikipedia

  • Geck — Geck, n. [D. gek fool, fop; akin to G. geck; cf. Icel. gikkr a pert, rude person.] 1. Scorn, derision, or contempt. [Prov. Eng.] [1913 Webster] 2. An object of scorn; a dupe; a gull. [Obs.] [1913 Webster] To become the geck and scorn O the other… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • geck — geck; geck·oid; geck·o·nes; geck·on·i·dae; …   English syllables

  • Geck — Geck: Das ursprünglich niedersächs. Wort, das seit der 1. Hälfte des 14. Jh.s als mnd. geck »Narr« bezeugt ist, drang Ende des 14. Jh.s ins Niederfränk. und wurde dort zur Bezeichnung der Hofnarren der Bischöfe. Später wurde es dann auf die… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Geck — Geck, v. t. [Cf. OD. ghecken, G. gecken. See {Geck}, n.] [1913 Webster] 1. To deride; to scorn; to mock. [Prov. Eng.] [1913 Webster] 2. To cheat; trick, or gull. [Obs.] Johnson. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Geck — Geck, v. i. To jeer; to show contempt. Sir W. Scott. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Geck — Sm erw. stil. (14. Jh.) Stammwort. Ursprünglich niederdeutsches Wort (mndd. geck, mndl. gec), im 14. Jh. für Hofnarr , heute im Rheinland Jeck Narr (besonders im Karneval). Das Adjektiv jeck närrisch, verrückt ist aus dem Substantiv in… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Geck — Geck, 1) ein Narr, der seine vermeinten Ansprüche auf Vorzüge vor Anderen zur Schau trägt, sich aber dadurch lächerlich macht; daher Geckenhaftigkeit; 2) (Pumpenspake), der Hebel der Schiffspumpe; 3) (Gecken, Her.), sind die sich häufig als… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Geck — Geck, ursprünglich Narr und in diesem Sinne noch jetzt am Rhein für Faschingsnarr, dann im übertragenen Sinne Modenarr, Stutzer. Seitdem Paris auf dem Gebiete der Mode, insbes. der modischen Kleidung, tonangebend geworden, hat es eine Reihe von… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Geck — ↑Dandy, ↑Gent, ↑Snob …   Das große Fremdwörterbuch

  • Geck — Fant (veraltet); Beau; Adonis; Dandy; eitler Mann; Schönling; Stutzer; feiner Pinkel * * * Geck [gɛk], der; en, en (abwerten …   Universal-Lexikon

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